Markgraf Heinrich III von Meißen, 'der Erlauchte'

Markgraf Heinrich III von Meißen, 'der Erlauchte'

Male Abt 1215 - Bef 1288  (~ 73 years)    Has more than 100 ancestors and more than 100 descendants in this family tree.

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  • Name Heinrich III von Meißen 
    Prefix Markgraf 
    Suffix 'der Erlauchte' 
    Relationshipwith Francis Fox
    Born Abt 1215 
    Gender Male 
    Died Bef 8 Feb 1288  Dresden, Sachsen, DE Find all individuals with events at this location 
    Person ID I16783  Geneagraphie
    Last Modified 19 Mar 2010 

    Father Markgraf Dietrich IV von Meißen, 'der Bedrängte',   b. 1162,   d. 2 Feb 1221  (Age 59 years) 
    Mother Jutta von Thüringen,   b. Abt 1183,   d. 6 Aug 1235  (Age ~ 52 years) 
    Married 1194 
    Siblings 2 siblings 
    Family ID F5730  Group Sheet  |  Family Chart

    Family 1 Constantia von Österreich,   b. 6 Apr 1212,   d. Bef 5 Jun 1243  (Age 31 years) 
    Married 1 May 1234 
    Children 
     1. Markgraf Albrecht II von Meißen, 'der Entartete',   b. 1240,   d. 20 Nov 1315, Erfurt, Thüringen, D Find all individuals with events at this location  (Age 75 years)
     2. Mgf. Dietrich von Landsberg,   d. 1285
    Last Modified 19 Mar 2010 
    Family ID F5771  Group Sheet  |  Family Chart

    Family 2 Baroness Elisabeth von Maltitz,   b. 1239,   d. 25 Jan 1332-1333  (Age 94 years) 
    Married 1273 
    Children 
     1. Marquis Friedrich von Meißen,   b. 1273,   d. 25 Apr 1316  (Age 43 years)
    Last Modified 19 Mar 2010 
    Family ID F175193  Group Sheet  |  Family Chart

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  • Notes 
    • Heinrich kam als jüngster Sohn Dietrichs des Bedrängten und der Jutta von Thüringen um 1215 auf die Welt. 1221 folgte er seinem Vater, der wettinischer Markgraf von Meißen war, unter Vormundschaft seines Oheims, dem Landgrafen Ludwig (der Heilige) von Thüringen und nach dessen Tod 1227 Herzog Albrecht II. von Brandenburg. Schon 1230 wurde er für mündig erklärt und 1234 mit Constanze, der Tochter des Herzogs Leopold IV. von Österreich, vermählt. Seine ersten Waffengänge erlebte er 1237 im Kreuzzug gegen die Preußen und geriet bald darauf mit den Markgrafen von Brandenburg, Johann I. und Otto III. in Fehde. Im Kampf zwischen Kaiser und Papst ergriff Heinrich mit Entschiedenheit Partei für den Kaiser. Zum Dank dafür erteilte ihm Friedrich II. 1242 eine Eventualbelehnung mit Thüringen und der Pfalz Sachsen und verlobte 1243 seine Tochter Margarete mit Heinrichs Sohn Albrecht. Erst nach Konrads IV. Abzug aus Deutschland erkannte Heinrich dessen Gegenkönig Wilhelm von Holland an. Sein Recht auf Thüringen konnte er nach Heinrich Raspes Tod 1247 nur mit dem Schwert gegen Sophie von Thüringen, der Tochter Ludwigs des Heiligen, der Gemahlin Herzog Heinrichs II. von Lothringen und Brabant, und den Grafen Siegfried von Anhalt behaupten. Erst nach langwierigem Krieg trat er Hessen an Heinrich I. von Hessen (auch "Heinrich das Kind" genannt) ab und behielt Thüringen, das er seinem Sohn Albrecht unterstellte, sowie die Pfalz Sachsen. Diese Erwerbungen vergrößerten den wettinischen Länderbesitz, der jetzt von der Oder bis zur Werra, vom Erzgebirge bis zum Harz reichte, so dass er nur von den böhmisch-habsburgischen Ländereien an Umfang übertroffen wurde. Allein hžusliche Zwistigkeiten, hervorgerufen durch die Unwürdigkeit seines Sohns, Albrechts des Entarteten, trübten die späteren Jahre seiner Regentschaft und zerrütteten noch lange nach seinem Tod 1288 sein Haus. Heinrich war ein tapferer, edler, gerechter, kunstsinniger, freigebiger und prachtliebender Fürst. In zweiter Ehe war er nach dem Tode Constanzes 1243 mit Agnes von Böhmen vermählt und in seiner dritten Ehe mit Ministerialentochter Elisabeth von Maltitz, die ihm Friedrich Clem und "Hermann den Langen" gebar. In der Großen Heidelberger Liederhandschrift (Codex Manesse) erscheint Heinrich als Minnesänger; eine Seite der Handschrift (14v) ist einem Bild von ihm gewidmet, dann zwei Seiten (15r & 15v) seinen Gedichten. Vorsicht: in literaturwissenschaftlichen Darstellungen wird er oft schlicht als "Heinrich von Meißen" bezeichnet; diese Bezeichnung wird ebenfalls für Heinrich Frauenlob eingesetzt, was leicht zu Verwechselungen führt, zumal Frauenlobs Lieder in derselben Handschrift überliefert sind.


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